Sport
Westerländer Wellenreiter: Wenn das Festland zur Insel-Badewanne wird

Man sagt ja, wir Sylter seien mit allen Wassern gewaschen, aber was unsere Schwimm-Elite des TSV Westerland Mitte Januar in Rendsburg und Niebüll veranstaltet hat, lässt selbst die Nordsee vor Neid erblassen. Mit einer Rekordtruppe von 26 Aktiven rückten unsere Inselfische zu den Bezirksmeisterschaften an – vermutlich, um den Festländern mal zu zeigen, dass wir nicht nur im Salzwasser eine gute Figur machen.
Rekorde, Gold und glückliche Scharniere
Allen voran schwamm Lennart Guetari (Jg. 2011) in einer Form, die fast schon unheimlich ist. Er verbesserte den Kreisjahrgangsrekord über 200 Meter Schmetterling auf 2:20,74 Minuten – eine Zeit, bei der mancher Urlauber noch nicht mal die Badehose zugeknotet hat. Mit einer ganzen Armada an Titeln von Brust bis Schmetterling hat er das Becken quasi zu seinem persönlichen Eigentum erklärt.
Auch unsere jüngsten Talente bewiesen, dass man keine riesige Körpergröße braucht, um riesige Wellen zu schlagen. Piet Brinkmann, unser Nesthäkchen des Jahrgangs 2017, sammelte gleich sieben Titel ein – vom Sprint bis zur Langstrecke. Es scheint fast so, als hätten unsere Trainer in Westerland ein geheimes Elixier im Becken, wenn man sieht, wie Emma Grothkopp, Greta Schöwing und Jannis Brinker ihre Konkurrenz mit einer Mischung aus Charme und Speed stehen ließen.

Medaillenregen am laufenden Band
Die Liste der Erfolge ist so lang wie die Schlange vor der Autozug-Verladung im Sommer. Ob Vasillisa Khramkov mit ihren acht Titeln, Boy Dünne mit seinen sechs persönlichen Bestzeiten oder Paul Steinmetz, der gefühlt in jeder Disziplin einmal ganz oben stand – das Team vom TSV Westerland hat das Siegertreppchen in eine Außenstelle der Insel verwandelt. Sogar in der Masterwertung zeigten Ursula Dünne und Bastian Guetari, dass man für persönliche Bestzeiten niemals zu alt ist und der Sylter Kampfgeist mit den Jahren nur noch besser wird.
Besonders schön ist zu sehen, wie der Zusammenhalt funktioniert: Von den Vizetiteln durch Ida Raspé und Henri Guetari bis hin zu den starken dritten Plätzen von Anisa Isabella Dalgic und Jannis Hansen – jeder einzelne hat dazu beigetragen, dass die Bezirksmeisterschaften 2026 als blau-gelbes Wintermärchen in die Geschichte eingehen.
Der Ausblick: Wir haben noch nicht genug
Nach diesem Auftakt nach Maß ist klar: Die Landesmeisterschaften können kommen. Unsere Schwimmer sind bereit für den Aufstieg in die 1. Landesliga. Und während die Konkurrenz vermutlich noch versucht, das Wasser aus den Ohren zu bekommen, träumen wir in Westerland schon von den nächsten Bestzeiten.
Denn eines ist sicher: Wenn die Sylter kommen, wird es im Becken ungemütlich für den Rest – aber immer mit einem Lächeln und der Extraportion Heimatliebe im Gepäck.
























































































































