Was auf Sylt keinen Platz hat – und warum wir handeln mussten
Diese Woche hat Sylt zwei Nachrichten erschüttert, die viele Menschen bewegt haben – und das zu Recht. Betroffenheit, Fragen, Sorgen: all das gehört dazu, wenn eine Gemeinschaft mit schwierigen Ereignissen konfrontiert wird.
Was in unseren Kommentarspalten jedoch passierte, war etwas anderes.
Über tausend Kommentare innerhalb kürzester Zeit. Darunter viele nachdenkliche, viele mitfühlende – aber auch erschreckend viele, die weit über den Ausdruck einer Meinung hinausgingen. Rassistische Aussagen, persönliche Beleidigungen, Verleumdungen. In beide Richtungen, auf allen Kanälen.
Wer wir sind – und was das bedeutet
Unsere Kanäle erreichen plattformübergreifend mehr als 200.000 Menschen. Das ist eine Reichweite, die wir nicht leichtnehmen. Sie verpflichtet uns – zur Sorgfalt in der Berichterstattung, aber auch zur Verantwortung für das, was in unserem Namen veröffentlicht wird. Dazu gehören auch die Kommentarspalten.
Warum wir eingegriffen haben
Wir sind ein kleines Team. Eine Echtzeit-Moderation von mehr als tausend Kommentaren ist uns personell schlicht nicht möglich. Und rechtswidrige Inhalte – Beleidigungen, Verleumdungen, Volksverhetzung – stehen zu lassen, ist keine Option. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, und wir tragen als Betreiber unserer Kanäle Verantwortung für das, was dort veröffentlicht wird.
Die Entscheidung, Kommentare zu deaktivieren, war keine leichte. Aber sie war notwendig, um uns und andere vor rechtlichen Konsequenzen zu schützen. Beleidignugen können schnell eine hohe Geldbuße nach sich ziehen. Bis zu 10.000 Euro oder Haft kann ein unbedarftes Geschreibsel nach sich ziehen. Dies ist vielen offentsichtlich nicht bewußt.Hier noch einmal zum Nachlesen…
Was das nicht ist
Es ist keine Zensur. Freie Meinungsäußerung ist ein Grundrecht, das wir ohne Einschränkung unterstützen. Aber dieses Recht endet dort, wo andere Menschen verletzt, beleidigt oder verleumdet werden. Für rassistische Aussagen oder Hetze – in welche Richtung auch immer – ist in unserem Auftritt kein Platz. Und auf Sylt, finden wir, sollte dafür generell kein Platz sein.
Ihr wollt euch äußern?
Das ist gut und richtig so. Schreibt uns gerne per Direktnachricht – wir lesen alles. Kritik an unserer Berichterstattung, Fragen, Anmerkungen: all das ist willkommen. Was wir nicht hinnehmen können, sind Inhalte, die Menschen pauschal verurteilen oder verletzen.
Danke für euer Verständnis.
Unsere Partner
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