Sylt News
Über Meinungsfreiheit, das Strandhafer und das Herzblut hinter den Kulissen

Es ist ein wilder Mix, den uns die letzten Tage beschert haben: Eine ordentliche Portion freie Meinungsäußerung, das unverwechselbare Rauschen des Strandhafers und die vielen Stimmen unserer „Freunde des Hauses“. Nachdem wir über das besondere Angebot von Stefan Huemer berichtet hatten – ein Zwei-Gänge-Menü für die Sylter zu einem fast schon provokant fairen Preis von 38 Euro – glühten die Drähte. Es gab Lob, es gab Kritik und es gab sogar den gut gemeinten Rat einer Freundin des Hauses, den Post doch lieber zu löschen, um den Wogen zu entgehen.
Doch Stefan Huemer sieht das anders. Wer ihn kennt, weiß: Er steht zu dem, was er tut. Er nimmt sich jedes kritische Wort zu Herzen, aber er lässt es nicht einfach im Dünensand verschwinden. Und wir? Wir löschen nicht. Denn wir begleiten das Strandhafer schon seit der Zeit, als es nur eine kühne Idee auf einem Bauplan war. Zudem ist Pressefreiheit unser höchstes Gut. Wenn kritische Bermerkungen löschen, dann sind Leuten nahe die gerne mal Grönland annektieren oder in die Ukraine einmarschieren.
Gastro-Leistungssport am Flutsaum
Man vergisst es leicht, wenn man mit einem Glas Wein auf der Terrasse sitzt und den Sonnenuntergang genießt, aber der Betrieb an der Wenningstedter Strandtreppe ist logistischer Hochleistungssport. Jede Flasche Wein, jedes Pfund Butter und ja, sogar das Frittierfett muss händisch über diese – sagen wir mal „umfangreiche“ – Treppe bewegt werden. Während andere im Fitnessstudio auf den Stepper gehen, absolvieren die Mitarbeiter und das Führungspersonal hier täglich einen Marathon zwischen Meereshöhe und Küstenkante.
Die Kosten für einen solchen Betrieb in dieser Lage sind schlichtweg exorbitant. Wer hier antritt, muss nicht nur 100 Prozent geben, sondern 150 Prozent. Maxi und Stefan Huemer sind Gastronomen mit Leib und Seele, die genau diesen Anspruch an sich selbst und ihr Team stellen. Wenn dann mal etwas nicht perfekt läuft – denn wo Menschen arbeiten, passieren Fehler –, dann raubt das den Inhabern buchstäblich den Schlaf. Das ist kein Business nach Schema F, das ist Leidenschaft, die manchmal weh tut.
Vom Wert der Kritik und der Kunst des Ignorierens
Wenn Kritik allerdings zur reinen „heißen Luft“ ohne faktische Substanz wird, dann hat das oft einen Hauch von „Trolling“. In solchen Momenten bringt langes Argumentieren wenig. Man schüttelt sich kurz den Sand aus der Kleidung und macht weiter.
Für uns ist das Strandhafer mehr als nur ein Partner; es ist Familie und Freundschaft. Und bevor die Gerüchteküche brodelt: Für diesen Artikel fließt kein einziger Cent. Er entsteht aus der Wertschätzung für Menschen, die alles geben, damit wir und unsere Gäste einen unvergesslichen Moment am Meer haben. Und er steht auch für alle Gastronomen dieser Insel, die alles tun, damit es den Gästen gut geht.
Fehler sind menschlich, das Engagement im Strandhafer ist außergewöhnlich. Und am Ende des Tages zählt doch nur eines: Der Blick aufs Meer, ein ehrliches Lächeln des Service-Teams und die Gewissheit, dass hier jemand mit Herzblut am Herd steht – egal, wie viele Stufen er dafür steigen musste.

























































































































