Der Zeitplan zwischen Rømø und Sylt ist heute Makulatur. Wo sonst Routine herrscht, regiert aktuell die weiße Wand: Die Syltfähre musste den Betrieb für den restlichen Tag einstellen. Unser Außenredakteur René Dahm sprach vor Ort mit einem Schiffsoffizier über die Hintergründe der Zwangspause.
Das Problem sei eine denkbar ungünstige Allianz aus physikalischen Gegebenheiten und meteorologischem Pech. Während das Ablegen im dänischen Rømø noch reibungslos funktioniert, würde ich sich die Ansteuerung auf den Lister Hafen in ein riskantes Blindmanöver verwandeln. Die Kombination aus dichtem Nebel und herrschendem Niedrigwasser lässt den Kapitänen lediglich 50 bis 100 Zentimetern Rangierluft, um die Hafeneinfahrt präzise zu treffen.
Sicherheit vor Fahrplan: Management zieht die Reißleine
Was bei klarer Sicht zum maritimen Alltag gehört, wird bei der aktuellen Wetterverhältnissen zum unkalkulierbaren Wagnis. Das Management der Reederei hat sich nach Rücksprache mit den Sicherheitsberatern dazu entschlossen, kein Risiko einzugehen. Die Konsequenz: Sowohl die letzte Fahrt ab Rømø als auch die finale Rücktour ab List wurden offiziell gestrichen.
Für den morgigen Vormittag geben die Verantwortlichen vorsichtige Entwarnung. Es wird erwartet, dass der Betrieb wie gewohnt aufgenommen werden kann, sofern sich der Nebel über dem Wattenmeer lichtet.
Um in diesem Fall dennoch auf die Insel zu kommen empfehlen wir den Autozug ab Niebüll zu nehmen.
Diese aktuellen Sylt News unterstreichen einmal mehr, dass der Mensch auf der Insel zwar den Takt vorgibt, die Natur aber das letzte Wort behält.
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