Gemeinde Sylt warnt vor der Herkulesstaude bzw. Riesen-Bärenklau
Nun sprießen sie wieder an etlichen Stellen auf Sylt, die großen gefiederten Blätter der„Herkulesstaude“, auch „Riesen-Bärenklau“ genannt. Ausgewachsen erreichen diese Pflanzen 2-4 m Höhe und sind mit ihren weißen bis zu 50 cm im Durchmesser großen Blütendolden unverkennbar.
Die zwar recht attraktive „Herkulesstaude“ ist jedoch für den Menschen nicht ungefährlich.
Auf die Haut gelangter Pflanzensaft kann bei anschließender Sonnenbestrahlung zu schwerwiegenden Verbrennungen und Entzündungen führen. Auch auf Sylt ist es schon zu ernsthaften Verletzungen von Kindern, die mit Pflanzenteilen spielten, gekommen. Deshalb rät der Sylter Umweltschutzbeauftragte Diplom-Biologe Norbert Grimm, die Stauden rigoros zu entfernen. Auch ökologisch bereitet die nicht heimische Pflanze Probleme, da sie, eingeführt aus dem Kaukasus zur Zierde oder als Bienenweide in Parks und Gärten gepflanzt, sich zunehmend ausbreitet und die heimischen Pflanzen verdrängt.
Die Rodung der zweijährigen Stauden geschieht am zweckmäßigsten durch Kappen der Pflanzenstängel dicht am Boden noch vor der Samenreife. Beim Entfernen der Pflanzen sollten Handschuhe getragen werden und durch entsprechende Sorgfalt ein Kontakt des Planzensaftes mit der Haut vermieden werden.
Sollte es dennoch zu einem Hautkontakt kommen, kann die Verbrennung durch sofortiges Abspülen mit kaltem Wasser und lichtundurchlässigem Abdecken der betroffenen Hautpartien vermieden werden. Denn die Verätzung der Haut tritt erst durch die anschließende Sonnenbestrahlung auf (phototoxische Reaktion).
Nach dem ersten Roden sollten die Standorte der „Herkulesstaude“ von Zeit zu Zeit nachkontrolliert werden, da die Pflanzen nachsprießen und aus noch im Boden vorhandenen Samen neu austreiben können.
Unsere Partner
Mehr aus Allgemein alle Beiträge

Gesucht: Chefin oder Chef für eine ganze Insel. Abendsitzungen inklusive
Das Amt Insel Sylt hat ein Logo, bekommt zum Jahreswechsel eine Website und ab Januar fünf Gemeinden. Was noch …
Welche Schlammpumpe passt zu Wasser mit Sand und Sedimenten?
Wasser mit Sand, Erde oder feinen Ablagerungen stellt höhere Anforderungen an eine Pumpe als klares Wasser. In Baugruben, Schächten, Teichen oder Sammelbecken können Feststoffe den Durchfluss behindern und Bauteile belasten. Deshalb muss die Technik zum Verschmutzungsgrad und zur geplanten Einsatzdauer passen. Wer eine …

Rausfahren, wenn alle anderen reinkommen: Seenotretter zu Gast in List
Am 15. Oktober zeigt Bernd Goldenbaum von der DGzRS im Erlebniszentrum Naturgewalten einen Filmvortrag über die …

„Das Altersheim kann warten“ – Sylt rückt zusammen
Es sind oft die kleinen Dinge, an denen der Alltag hängen bleibt: der Termin beim Hausarzt, zu dem man nicht mehr …











































