Zwischen Pazifik und Nordsee – Fritz Schneider zu Gast im Kaamp-Hüs
KAMPEN (spa) – Manche Abende kündigen sich an. Dieser hier hat es schon länger in sich. Seit dem 31. Januar verwandelt Fritz Schneider das Kaamp-Hüs in Kampen in einen Ort, an dem Leinwand und Lyrik eine Sprache sprechen, die ohne Übersetzung auskommt.
Schneider ist einer jener Künstler, die sich nicht festlegen lassen – weder geografisch noch stilistisch. Sein Werk trägt die Fingerabdrücke zweier Kontinente: das Weite, das Salzige, das Nordische auf der einen Seite, und auf der anderen die Wärme, das Vibrierende, das unverkennbar Kalifornische. Zehn Jahre Schaffen sind im Kaamp-Hüs zu erleben – verdichtet, ungefiltert, ehrlich.
Den Schlusspunkt setzt eine Finissage am Ostersamstag, dem 4. April, die weit über das übliche Abschiedsritual hinausgeht. Mit dabei sind befreundete Künstlerinnen und Künstler aus Worpswede, Trais-Horloff, Bremen und San Francisco – Menschen, mit denen Schneider nicht nur die Kunst, sondern auch die langen Gespräche danach teilt.
Der Abend beginnt um 20 Uhr mit einer Lesung aus einem Roman Schneiders – leicht, einladend, mit einem Augenzwinkern. Eine halbe Stunde später öffnet sich die Ausstellung für einen geführten Rundgang, bei dem das Werk nicht erklärt, sondern erlebt werden soll. Wer danach noch Energie hat – und das sollte eigentlich jeder – taucht ab 21 Uhr ein in Funk und Soul, die den Abend in Bewegung bringen. Wer es ruhiger mag, zieht sich in die Jazz Lounge zurück, wo handgemachte Musik auf Weltklasseniveau wartet.
Kulinarisch verantwortet Mourice Morell den Abend mit seinen Sylter Suppen, die so unverwechselbar sind wie die Insel selbst. Madame Mirrage mixt Cocktails, bei denen man zweimal hinschaut und dreimal trinkt. Monsieur Moustache schließlich bringt Kaffee, Kuchen und Dinge mit, die man nicht erwartet, aber sofort haben möchte. Und weil ein guter Abend immer eine Überraschung verdient, wartet noch das eine oder andere auf alle, die sich auf diesen Ostersamstag einlassen.
Die Ausstellung ist noch bis zum 24. April 2026 geöffnet. Einlass zur Finissage ab 20 Uhr, Kaamp-Hüs, Kampen. Alles weitere unter fritzschneider.org, auf Instagram unter fritzderschneider sowie auf YouTube unter Fritzschneider und MaiPodcast.

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