Der steinige Weg einer Pionierin: Paula Modersohn-Becker am 13. Januar auf Sylt
Am Dienstag, den 13. Januar, widmet sich die Kunsthistorikerin Anke Steinhauer einer der faszinierendsten Figuren der deutschen Kunstgeschichte. Ab 19 Uhr steht im „Raum Nordsee“ auf der oberen Promenade in Westerland das Leben und Werk von Paula Modersohn-Becker im Mittelpunkt. Der Vortrag beleuchtet, wie sich die Malerin gegen gesellschaftliche Widerstände durchsetzte, um zur Vorläuferin des Expressionismus zu werden.
Der Weg dorthin war alles andere als vorgezeichnet. Zwar erhielt die Tochter aus gutem Hause mit 16 Jahren eine Ausbildung in England, doch diese umfasste primär Haushaltsführung, Reiten und Klavierspiel – Fähigkeiten, die sie zu einer „guten Partie“ auf dem Heiratsmarkt machen sollten. Der Besuch einer Malschule wurde geduldet, doch ihre künstlerischen Ambitionen stießen beim Vater auf harte Kritik. Paula ließ sich jedoch nicht beirren. Ihr Weg führte sie 1897 nach Worpswede und in die Ehe mit Otto Modersohn. Doch künstlerisch sprengte sie die Fesseln des dortigen Stils und fand zu einer radikal neuen Ausdrucksweise.
Karten für diesen inspirierenden Abend sind für 10 Euro bei allen Sylter Vorverkaufsstellen und online unter www.insel-sylt.de erhältlich. An der Abendkasse kostet der Eintritt 11 Euro.
Bildnachweis: Foto: Museen Böttcherstraße
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