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Das Land verhindert Zugverspätungen mit Hilfe des Bundes

Zugausfälle Marschbahn

In diesem Sylt News Artikel

Züge fallen aus oder kommen zu spät – mit 86-prozentiger Sicherheit. Nun schreitet die Landesregierung ein und streicht einfach einige Zugverbindungen, um die Verspätungen zu verringern. Zu spät fiel auf, dass dann lediglich die absolute Zahl fiel, nicht aber der prozentuale Anteil der verspäteten Zugverbindungen. Drum schnell eine Task Force gründen und einen Planungsplanungsprojektverfahrenplan planen. Ab Juni 2034 könnte es wirklich gut werden. Bis dahin dürften 304 Millionen Euro an Subventionen geflossen sein

Spaß beiseite, es ist die bittere Realität. Die Gründe sind die hohen Kosten durch das Deutschlandticket und die Kürzung von Fördermitteln des Bundes.

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Von dieser Maßnahme sind auch Züge nach Sylt betroffen. Die Verbindungen sind keine, deren Ausfall den Pendlern den Angstschweiß auf die Stirn treten lässt. Und doch müssen Berufspendler zukünftig unter Umständen mit längeren Fahrzeiten oder Umstiegen rechnen. Ab Dezember 2024 wird Schleswig-Holstein nun zwei Prozent seiner Bahnverbindungen streichen. Für Sylt-Pendler bedeutet dies:

  • Samstags:
    • Wegfall der Züge um 18:50 Uhr und 17:50 Uhr von Westerland
  • Werktags:
    • Wegfall der Züge um 07:50 Uhr von Westerland und 09:30 Uhr von Niebüll
    • Verkürzte Zugverbindungen: Abfahrt Westerland 08:50 Uhr (statt 09:50 Uhr), Abfahrt Niebüll 10:30 Uhr (statt 11:30 Uhr)

Verkehrsminister Madsen hatte bereits letzte Woche für Schlagzeilen gesorgt, als er verkündete, dass die Direktverbindungen nach Dagebüll gestrichen werden. Das hatte wiederum andere Gründe, die auch in dem aufwändigen Planfeststellungsverfahren zu finden sind. Ja, Planung ist wichtig. Die spielt bei den meisten Pendlern in Nordfriesland kaum eine Rolle mehr. Kommt einfach zum Bahnsteig. Irgendein Zug wird schon irgendwann fahren. Die Empfehlungsschilder an den Bahnsteigen verkünden dann die Abfahrtslotterie. Mit Glück gibt es dann sogar noch einen Sitzplatz. Mit Pech ist der nächste Zug so voll, dass ein Zusteigen nicht möglich ist.

Die Deutsche Bahn ist allmächtig und die Landesregierung beugt sich oder verbrüdert sich. So wurde der Bau eines Fahrradweges auf dem Hindenburgdamm unter anderem mit der Argumentation verhindert, dass es für Fahrradfahrer nicht sicher sei, da ein bestimmter Abstand nicht eingehalten werden kann. Der Pendler in Klanxbüll schüttelt sein Haupt, derweil pustet er dabei den Kaffee aus dem Becher, während der in einem Meter Abstand vorbeirasende Autozug mit 90 Stundenkilometern versucht, scheinbar einen Rekord aufzustellen.

Termine auf der Insel einzuhalten, wird in Zukunft wohl noch weniger möglich sein. Davon musste sich auch Madsen überzeugen, der bei seinem letzten Besuch zu spät auf der Insel eingetroffen ist. Hätte er mal die Fähre benutzt…

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