Befreiungsschlag in Wenningstedt: SC Norddörfer bezwingt SV Hemme mit Leidenschaft
SYLT NEWS 2026 – Es geht doch noch! In einem richtungsweisenden Kellerduell der Kreisliga Nordwest hat der SC Norddörfer am Freitagabend unter dem Flutlicht ein deutliches Lebenszeichen von sich gegeben. Trotz einer personellen Lage, die eher an ein Lazarett als an einen Fußballkader erinnerte, sicherten sich die Insulaner einen hochverdienten 2:1-Heimsieg gegen den SV Hemme.
Man sagt, Not mache erfinderisch. Beim SCN machte Not am 23. Spieltag vor allem eines: kampfbereit. Dass Trainer Nick Schmidt seine Startelf aufgrund zahlreicher Ausfälle massiv umbauen musste, merkte man dem Spielglück der Gastgeber kaum an. Im Gegenteil: Die Norddörfer wirkten spielerisch deutlich gefestigter als in den vergangenen Wochen, in denen die Punkteausbeute eher mager ausfiel. Die 120 Zuschauer zeigten sich begeistert und Trommel und Gesang begleitete das Spiel über 90 Minuten.
Kuriose Bogenlampe und eiskalter Abschluss
Der Dosenöffner in der 21. Spielminute war dabei fast so exzentrisch wie ein Sylter Sommersturm: Nach einer Hereingabe entwickelte sich eine Art Fallrückzieher. von Waldemar Sachs, der sich in einer fast schon majestätischen Flugkurve über Freund und Feind hinweg auf den Torwart Jacobs senkte und dieser dann gleich einem Volleyballer den Ball ins eigene Tor schlug. Offiziell als Eigentor geführt, war die Entstehung allein dem mutigen Offensivdrang der Hausherren zu verdanken.
Nur neun Minuten später legte der SCN nach. Arne Spiegel bewies in der 30. Minute ach eine schönen Zuspiel Übersicht und Präzision, als er den Ball mit einem platzierten Flachschuss zum 2:0 in die Maschen jagte. Die Gäste aus Hemme hingegen blieben über weite Strecken harmlos. Ihre einzige echte Großchance in der 28. Minute vereitelte der SCN-Keeper Berlin mit einer Parade, die man in dieser Souveränität wohl „inselfest“ nennen darf. Im weiteren Verlauf war Berlin immer wieder zur Stelle wenn es eng wurde.
Tempo-Fußball trotz Personalsorgen
Nach dem Seitenwechsel bewies Schmidt ein glückliches Händchen beim Personalwechsel. Mit der Einwechslung von Sarafadine Ours-Bang’Na kam zusätzliche Geschwindigkeit in das Angriffsspiel der Norddörfer. Der pfeilschnelle Stürmer wirbelte die gegnerische Abwehr mehrfach durcheinander und kreierte hochkarätige Konterchancen. Dass ein weiterer Treffer ausblieb, war an diesem Abend eher dem fehlenden Quäntchen Glück als dem spielerischen Unvermögen geschuldet.
Der späte Anschlusstreffer der Gäste durch Tim Henningsen in der Nachspielzeit (90.+1) war letztlich nur noch Ergebniskosmetik. Die drei Punkte bleiben auf der Insel, und der SCN klettert in der Tabelle auf Rang 11 – ein wichtiger Schritt Richtung Klassenerhalt. Einzig die Tatsache, dass der SC Norddörfer teilweise vier Spiele mehr auf dem Buckel haben, als die abstiegsgefährdete Konkurrenz, gibt Grund zur Sorge. Umso wichtig war dieser hart umkämpfte Heimsieg.
Unsere Partner
Mehr aus Sylt News alle Beiträge

Eine andere Art von Pendlern: 441 Privatjet-Flüge von Hamburg nach Sylt
Die einen nehmen den Autozug, die anderen die Marschbahn, und manche fliegen einfach rüber: 441 Mal kam zwischen …

Schluss mit Kleingeld-Kramen: SVG-Tickets gibt’s jetzt per Klick
Wer bisher im Bus hektisch nach Münzen gewühlt hat, während hinter einem die halbe Ausflugsgruppe ungeduldig mit …

Aus der Windrose wird ein Ameron: Althoff plant Wenningstedter Resort für 2028
Nach Lindner und PLAZA kommt Ameron: Die Kölner Althoff-Gruppe will die Windrose in Wenningstedt von Grund auf …

Kölner Charme trifft Sylter Brise: Althoff übernimmt die Windrose
Die Kölner kommen. Nicht zum Karneval, sondern zum Bleiben: Die Althoff Hotels haben Sylt entdeckt und wollen im …






