Pokalabende bei Team Sylt haben ihren eigenen Reiz, erst recht, wenn die B-Jugend spielt. In der vergangenen Saison schaltete die Mannschaft einen Gegner nach dem anderen aus, setzte sich im Finale in Husum durch und holte den Kreispokal. Erst auf Landesebene war gegen den JFV Lübeck Schluss. Am Mittwochabend ging die neue Pokalreise weiter, und sie geht auch nach diesem Abend weiter: Mit 2:1 setzte sich Team Sylt gegen den Ligakonkurrenten SG Leck/Achtrup/Ladelund durch und steht im Halbfinale.
Die Gäste reisten mit Rückenwind an, sie waren mit einem Sieg in die Punktrunde gestartet. Entsprechend umkämpft verlief die erste Halbzeit. Es war ein harter, aber fairer Kampf, in dem sich beide Seiten wenig schenkten. Kurz vor der Pause schlugen die Gäste zu: Arjen Gabriel Lorenzen traf in der 39. Minute zum 0:1, mit diesem Stand ging es in die Kabinen.
Die Sylter kamen mit zwei frischen Kräften aus der Pause und hatten die Antwort sofort parat. Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff glich Joel Lindemann-Rathjen zum 1:1 aus. Danach blieb die Partie offen, beide Trainer reagierten mit weiteren Einwechslungen, ohne dass sich eine Seite entscheidend absetzen konnte.
Die Entscheidung fiel fünf Minuten vor dem Ende, und wieder war es Lindemann-Rathjen. Sein Treffer in der 75. Minute zum 2:1 wurde entsprechend gefeiert, Team Sylt brachte die Führung anschließend über die Zeit. Nach seinem Dreierpack gegen Lagedeich am vergangenen Samstag war es der nächste Abend, an dem Lindemann-Rathjen den Unterschied machte.
Lange Zeit zum Durchatmen bleibt nicht. Am Samstag, 19. September, trifft die B-Jugend in der Punktrunde auf Blau-Gelb Angeln, Anstoß ist um 16 Uhr. Am 3. Oktober folgt dann das Wiedersehen mit der SG Leck/Achtrup/Ladelund, dieses Mal in der Liga. Die Gäste werden dann auf Revanche aus sein.
Interessant ist die Konstelleation der Sylter A- und B-Jugend allemal. Die Sylter tauschen untereinander die Spieler aus. Während einige der A-Jugendspieler bei der Herrenmannschaft aushelfen, treten die Leistungsträger der B-Junioren in der A-Jugend an. Die Doppelbelastung ist für die Jugendspieler kein Problem. Aber der Effekt ist, dass die Spieler sich in Spieltempo und Zweikampfstärke extrem verbessern. So muss man im Pokal keine Angst vor höherklassigen Teams haben und spielt definitiv auch in der Liga oben mit.







