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Bendrich trifft, Hoppe und Piossek regieren das Zentrum – am Ende steht ein 1:1

In diesem Sylt News Artikel

Der SC Norddörfer dominiert bei der SG Mitte NF II mit dünnem Kader und nimmt nach dem Ausgleich in der 90.+2 einen Punkt mit auf die Insel

Neunzig Minuten lang lief auf dem Festland alles nach Norddörfer Plan. Der SC Norddörfer bestimmte bei der SG Mitte NF II das Spiel, ging in der 22. Minute durch Florian Bendrich in Führung und erarbeitete sich Gelegenheit um Gelegenheit. Dass am Ende trotzdem nur ein Punkt mit auf die Insel fuhr, lag an zwei Minuten in der Nachspielzeit – und an einem Abend, an dem der zweite Treffer partout nicht fallen wollte.

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Trainer Nick Schmidt fasste die Partie hinterher in einem Satz zusammen: „Wir hätten acht zu null führen können.“

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Ein Kader, der zusammenrückte

Die Geschichte dieses Freitags beginnt schon vor dem Anpfiff. Der SCN trat deutlich dezimiert an: Verletzungen, Urlauber, kurzfristige krankheitsbedingte Absagen. Philipp Ferchen fehlte, mit ihm mehrere weitere Stammkräfte. Vier Tage nach dem 6:1 in Klixbüll stand auf dem Papier eine spürbar veränderte Elf.

Und es kam noch dicker. Jan Niklas Wolff musste früh auf der rechten Schiene verletzt raus. Für ihn kam Fredrik Strandberg, seit Jahren fester Bestandteil des Norddörfer Kaders. Louis Hoppe übernahm im Zentrum neben Kapitän Moritz Piossek. Auf der Bank saß an diesem Abend außerdem Nick Schmidt selbst – mit der Nummer 21 als Feldspieler im Kader.

Strandberg, Hoppe und Piossek prägten den Abend

Genau in solchen Wochen zeigt sich, was ein Verein an Qualität in der Breite hat, und der SC Norddörfer hat an diesem Freitag eine überzeugende Antwort gegeben. Strandberg brachte auf der rechten Seite seine ganze Routine ein. Im Zentrum bekamen Hoppe und Piossek die Partie in den Griff und sorgten für die Ruhe am Ball, die in Klixbüll schon so gut funktioniert hatte.

Louis Hoppe gehört zu den talentiertesten Fußballern der Insel, und in Mitte NF war das über die volle Distanz zu sehen: Ballsicherheit unter Druck, kluge Wege gegen den Ball, saubere Verlagerungen. „Für wenig Training haben die ein richtig gutes Spiel gemacht“, lobte Schmidt das Zentrum. Der Kapitän bestätigte im zweiten Spiel in Folge, wie viel diese Mannschaft gewinnt, wenn er die Achse organisiert.

Auch Arne Spiegel, in Klixbüll noch vierfacher Torschütze, zeigte wieder eine starke Vorstellung. Und die Abwehrreihe arbeitete geschlossen: Über weite Strecken tauchte die SG Mitte NF II vor dem Norddörfer Tor gar nicht auf.

Die Führung und ein Übergewicht an Chancen

In der 22. Minute belohnte sich der SCN. Florian Bendrich traf zum 0:1 und setzte damit den verdienten Schlusspunkt unter eine Anfangsphase, die den Insulanern gehörte.

Danach spielte sich der SC Norddörfer eine Möglichkeit nach der anderen heraus. Das 0:2 lag in der Luft, ebenso das 0:3, ebenso das 0:4. Der Ball wollte nur nicht mehr über die Linie: geblockte Abschlüsse, ein Pfosten zu weit, ein Zentimeter zu viel. Das Chancenplus war an diesem Abend so deutlich, wie es die Torstatistik nie erzählen wird.

Die Nachspielzeit dreht die Partie

Bis zur 90. Minute stand hinten die Null, und die Gastgeber hatten in der gesamten Partie kaum mehr als eine wirklich gefährliche Gelegenheit.

Diese eine kam in der Nachspielzeit. Ein Einwurf in der Schlussphase, den die Norddörfer für sich reklamierten, wurde den Gastgebern zugesprochen. Der Ball war schnell im Spiel, wurde einmal verlängert – und Eric Andresen zog von der Strafraumkante ab und traf in den Winkel. 1:1 in der 90.+2. Ein Abschluss, wie er in dieser Liga selten zu sehen ist.

Schmidt nahm die Mannschaft danach in die Pflicht: „Gescheitert sind wir an uns selbst, weil wir die Chancen nicht gemacht haben.“ Diese Haltung sagt viel über die Entwicklung dieses Teams.

In der hektischen Schlussphase gab es noch Gelb auf beiden Seiten (90.+3), in der 90.+5 sah ein Spieler der Gastgeber Rot.

Vier Punkte aus der Auswärtswoche

Zwei Fahrten aufs Festland innerhalb von vier Tagen, ein 6:1 in Klixbüll und ein 1:1 in Mitte NF: Unter dem Strich stehen vier von sechs möglichen Punkten – gesammelt von einer Mannschaft, die in dieser Woche mit einem stark ausgedünnten Kader auskommen musste.

Die Einordnung des Trainers fiel entsprechend nüchtern aus: „Vier Punkte aus der Auswärtswoche, das ist okay. Sechs wären verdient gewesen.“ Bemerkenswert daran ist vor allem, wohin er anschließend zeigte: auf die eigene Chancenverwertung.


Die Aufstellungen

SG Mitte NF II: Teschner (1, T) – Friedrichsen (3), Nommensen (4, C), Andresen (6), Möller (8), Runge (10), Blisse (13), Ehlert (15), Boysen (16), Andresen (17), Agirbas (19) Bank: Großkreutz (2), Henningsen (7), Benett (11), Christiansen (14), Hansen (18), Mohamad Youssefe (20) — Trainer: Lucas Wildfeuer

SC Norddörfer: Thöming (1, T) – Kämmer (7), Piossek (8, C), Wolff (9), Hoppe (11), Rose (13), Bussius (15), Manford (17), Bendrich (18), Spiegel (20), Thevagt (29) Bank: Langmaack (4), Schmidt (21), Bunn (22), Strandberg (66) — Trainer: Nick Schmidt

Wechsel SCN: Strandberg (früh, für den verletzten Wolff), Bunn (72.), Langmaack (81.) Wechsel SG: Henningsen (33.), Christiansen (61.), Hansen (72.), Großkreutz (81.) Gelbe Karten: SG Mitte NF II 56., 60., 87., 90.+3 · SC Norddörfer 90.+3 Rote Karte: SG Mitte NF II 90.+5


Einordnung: Wo der SCN jetzt steht

Nach fünf Spieltagen stehen sieben Punkte zu Buche – zwei Siege, ein Unentschieden, zwei Niederlagen – bei einem Torverhältnis von 10:9. Macht 1,4 Punkte pro Spiel, hochgerechnet auf 24 Spiele also rund 34 Zähler.

Für den ausgegebenen direkten Wiederaufstieg braucht es mehr; das Aufstiegsniveau liegt in dieser Liga grob bei 56 bis 65 Punkten. Die entscheidende Zahl steht allerdings woanders: 19 Spiele und 57 Punkte sind noch zu vergeben.

Vor allem stimmt die Richtung. Auf das 1:4 gegen Nordau II folgten ein 6:1 und ein Auswärtsspiel, in dem eine ersatzgeschwächte Elf den Gegner über die volle Distanz kontrolliert hat. Die Substanz ist vorhanden. Was jetzt noch fehlt, ist die Qualität im Abschluss – und genau daran lässt sich im Training arbeiten.

Kreisklasse A 1 · 5. Spieltag · Freitag, 28. August 2026 SG Mitte NF II – SC Norddörfer 1:1 (0:1)

Tore: 0:1 Florian Bendrich (22.), 1:1 Eric Andresen (90.+2)

Ausblick: Freitag gegen den Husumer SV II

Am kommenden Freitag geht es gegen den Husumer SV II. Und da wird es interessant: Mit einem Sieg kann sich der SC Norddörfer in der Spitzengruppe festsetzen.

Ab September wird es auf der Insel ruhiger, die Trainingsbeteiligung steigt, Verletzte und Urlauber kehren zurück. Wenn dann die Chancen fallen, die in Mitte NF liegengeblieben sind, wird diese Saison für den SC Norddörfer noch richtig gut.

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Laetitia Mikolassek, die bereits für Holstein Kiel und Turbine Potsdam gespielt hat, dort aber immer wieder von Verletzungen ausgebremst wurde, und Madlen Glonner, die zuletzt als Torfrau in der Männermannschaft von Team Sylt gehalten hat. Für Goldebek-Arlewatt wurde genau diese Verstärkung zum Problem. Zwei Kontakte, dann der Abschluss Es dauerte 120 Sekunden. Mikolassek traf in der 2. Minute zur Führung, Lis Emma Boysen legte in der 5. nach. Danach lief das Spiel nur noch in eine Richtung. Die Inselnerinnen wirkten frischer, vor allem aber technisch eine Klasse besser: maximal zwei Ballberührungen, schnelle Flügelspielerinnen, saubere Abschlüsse. Die Abwehr des Favoriten kam mit dem Tempo schlicht nicht mit. Besonders Pina Rohde und Mikolassek lasen die Räume gedankenschnell – jeder Fehlpass der Gäste wurde umgehend bestraft. Mikolassek traf in der 10., 15. und 24. Minute zum 5:0-Pausenstand. Dass es zur Halbzeit nicht schon zweistellig stand, war einzig das Verdienst von Gästetorfrau Emmily Kohlmüller, die mit einer Reihe starker Paraden das Debakel in Grenzen hielt. Die Chancenverwertung war denn auch der einzige Punkt, an dem sich der SCN Kritik gefallen lassen muss. Dass eine Spielerin mit Mikolasseks Vita heute in der Kreisklasse aufläuft, hat einen bitteren Grund: Verletzungspech hat sie in Kiel und Potsdam immer wieder zurückgeworfen. Auf Sylt scheint sie ihre Freude am Fußball wiedergefunden zu haben – und die Liga bekommt das gerade zu spüren. Und in den wenigen Momenten, in denen die überforderten Gäste doch einmal vor das Tor kamen, war entweder Glonner zur Stelle oder die enorm agile Nommi Marie Rohde, die hinten alles zumachte. Die zweite Hälfte gehört der Kapitänin Nach dem Seitenwechsel machte Mikolassek in der 55. mit ihrem fünften Treffer das halbe Dutzend voll. Dann übernahm Kapitänin Pina Rohde: 62., 65. und schließlich 82. Minute – Dreierpack, 9:0, Schlusspunkt. Neun Tore, kein Gegentor, keine erkennbare Schwäche. Es ist der erste Spieltag, und trotzdem drängt sich der Gedanke auf: Vielleicht haben wir an der Sam-Beese-Kampfbahn die designierten Meisterinnen der Kreisklasse Nordfriesland gesehen. Torfolge: 1:0 Mikolassek (2.), 2:0 Boysen (5.), 3:0 Mikolassek (10.), 4:0 Mikolassek (15.), 5:0 Mikolassek (24.), 6:0 Mikolassek (55.), 7:0 P. Rohde (62.), 8:0 P. Rohde (65.), 9:0 P. Rohde (82.) Torschützinnen: Mikolassek 5, P. Rohde 3, Boysen 1 SC Norddörfer: Glonner – N. M. Rohde, Reinhardt, Boysen, Stückmark, Mikolassek, P. Rohde (C). Ersatzbank: Ertl, Binn Harder, Torn, Olsson. Trainer: Marko Schneider-Pauly. Beste Gästespielerin: Torfrau Emmily Kohlmüller Ansage an die Liga: SCN-Damen zerlegen den Titelfavoriten Wer wissen wollte, wer in dieser Saison die Kreisklasse Nordfriesland prägen wird, hatte am Freitagabend an der Sam-Beese-Kampfbahn eine ziemlich eindeutige Antwort. 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