Zwölf von 14 Wettfahrten, die Idealpunktzahl und ein Titel vor der Kulisse von 100.000 Zuschauern: Beim California Surf Cup Sylt hat der Kieler Fabi Wolf die Internationale Deutsche Meisterschaft im Foiling nach Belieben dominiert.
Sechs Tage Nordsee vor Westerland, sechs Tage wechselnde Bedingungen – und am Ende ein Sieger, an dem niemand vorbeikam. Fabi Wolf (GER-404) hat sich beim Saisonhöhepunkt des California Windsurf Cups den Titel des Deutschen Meisters 2026 in der Disziplin Foiling gesichert.
Zwölf Laufsiege – und die perfekte Punktzahl
Die Zahlen sprechen für sich: Von 14 Wettfahrten gewann der Kieler zwölf. Am Ende stand die Idealpunktzahl von 7,0 Punkten zu Buche – Wolf konnte sogar zwei erste Plätze und einen zweiten streichen, ohne dass sein Vorsprung ins Wanken geriet.
„Ich bin super stolz auf meinen DM Titel. Es war eine lange harte Woche vor Sylt. Wir hatten die unterschiedlichsten Bedingungen, die es nicht einfach gemacht haben. Aber wir haben das Beste draus gemacht und 14 Wettfahrten sind schon ein starkes Ergebnis. Für mich haben sich monatelanges Training und Abstimmung voll ausgezahlt. Jetzt freue ich mich auf etwas Recovery“, sagte Wolf sichtlich glücklich bei der Siegerehrung.
Stroosma und Langer komplettieren das Podium
Der einzige Fahrer, der Wolf überhaupt einen Laufsieg abnehmen konnte, war Sem Stroosma (NED-450). Der Niederländer sammelte zwei Siege und acht zweite Plätze ein und beendete die Meisterschaft mit 17,4 Punkten als Vizemeister.
Rang drei ging an Vincent Langer (GER-1). Für den vielfachen deutschen, Europa- und Weltmeister ist die Nordsee vor dem Brandenburger Strand fast ein zweites Zuhause – Dutzende Regatten hat der Kieler hier bereits bestritten. Diesmal musste er zwei Fahrern den Vortritt lassen, zeigte mit 28,0 Punkten aber eine starke Leistung.
Knapp am Podium vorbei segelte Meno Büchler (GER-91) aus Heidkate bei Schönberg. Der Student hatte sich voll auf die IDM konzentriert und belegte mit 38,0 Punkten einen hervorragenden vierten Platz in einem starken Teilnehmerfeld.
Dreikampf um Platz fünf
Spannend blieb es im Mittelfeld: Gleich drei Fahrer lieferten sich ein enges Duell um Rang fünf. Lars Poggemann (GER-730) erwischte einen katastrophalen Auftakt mit drei Streichern, kam dann aber immer besser in Fahrt – und schaffte am Finaltag mit 48,0 Punkten noch den Sprung in die Top 5. Damit verdrängte er Jesse Richter (GER-180) aus Hannover auf Platz sechs, der sich immerhin als bester Youth U21 feiern lassen konnte.
Der Nachwuchs mischt vorn mit
Im starken U19-Feld setzte sich Paul Regber (GER-17) durch. Der 18-jährige Kaderathlet des Seglerverbandes Schleswig-Holstein landete mit 71 Punkten auf Gesamtrang neun – und damit in den Top 10 einer Internationalen Deutschen Meisterschaft. Bemerkenswert: Regber trat als einer der wenigen mit dem vorolympischen iQFOiL Youth Equipment an. Einen Platz dahinter folgte sein Trainingspartner Noah Schmäh (GER-855), das U19-Podium komplettierte Mario Boekstegers (GER-711), der von der Karibikinsel Bonaire nach Sylt gereist war.
Bester Junior U17 wurde Mika Henning (GER-64) mit Gesamtrang 13. Die iQ-Youth-Foilerin Lena Schmäh (GER-857) belegte als einzige Frau im Feld einen ausgezeichneten 17. Platz. Bei den Grandmastern Ü50 triumphierte Thieß Paustian (GER-49) aus Kiel.
Volle Ränge, ein Wermutstropfen
Unterm Strich zieht der California Windsurf Cup eine rundum positive Bilanz: viele Wettfahrten auf dem Wasser, spannende Positionskämpfe, ein begeistertes Publikum und ein Spitzenprogramm auf der Promenade. Nur eines blieb offen – in der zweiten Disziplin Fin Slalom konnte kein Ergebnis eingefahren werden.
Wie es weitergeht
Für die Windsurfer folgt nun eine kurze Pause, bevor es beim Saisonfinale vom 27. bis 30. August in Pelzerhaken/Neustadt um die entscheidenden Punkte für die Jahresrangliste 2026 geht.
Auf Sylt hingegen geht es nahtlos weiter: Ab Dienstag übernehmen die Wingfoiler den Brandenburger Strand. Bis Sonntag, 9. August, stehen dort die Open German Championships im Waveriding und Wingfoil Slalom auf dem Programm – dazu zusätzliche Wettbewerbe im Freestyle.
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