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Westerländer Kämpferherzen gegen „Verbandsliga-Power“: Bittere Niederlage in Ohrstedt
Die Frauen des TSV Westerland mussten am Sonntag eine bittere Pille schlucken. Bei der HSG SZOWW 3 unterlagen die Insulanerinnen mit 24:29 (12:14). Doch wer nur auf das nackte Ergebnis schaut, verkennt die Begleitumstände dieses Spiels in Ohrstedt, die bei den mitgereisten Fans für Kopfschütteln und bei der Konkurrenz für Jubel sorgten.
Ungleiche Voraussetzungen auf der Platte Während der TSV Westerland mit einer extrem dünnen Personaldecke von nur acht Spielerinnen anreiste, schöpfte die Heimmannschaft aus dem Vollen. Besonders pikant: Die HSG SZOWW bot mit Marleen Schultz eine Spielerin auf, die normalerweise in der Verbandsliga auf Torejagd geht. Dass sie mit 14 Treffern fast die Hälfte der gegnerischen Tore erzielte, gab dem Heimsieg der Festländerinnen einen faden Beigeschmack – an Personalmangel litt die HSG mit ihrer vollbesetzten Bank wahrlich nicht.

Sylter Moral sorgt für Führung Trotz dieser Übermacht zeigten die Westerländerinnen, warum sie in der Tabelle oben mitmischen. Nach einem anfänglichen Rückstand (5:8) startete der TSV einen unglaublichen Lauf. Mit sechs Toren in Folge kämpften sich die Sylterinnen zurück und gingen sogar vorübergehend in Führung. Nadja Middeke (11 Tore) und Jana Petersen (10 Tore) zeigten eine überragende Offensivleistung und hielten das Spiel fast im Alleingang offen.
Wenn nach 45 Minuten die Puste ausgeht Bis weit in die zweite Halbzeit hinein blieb die Partie ein intensiver Schlagabtausch. Doch während die HSG SZOWW ständig frisch durchwechseln konnte, mussten die acht Sylterinnen durchspielen. Ab der 45. Minute forderte der Kräfteverschleiß seinen Tribut. Die Konzentration ließ nach, die Beine wurden schwer, und die „Verbandsliga-Leihgabe“ der Gastgeberinnen nutzte die Lücken eiskalt aus.
Fazit: Der TSV Westerland hat sich teuer verkauft und über weite Strecken gezeigt, dass sie die spielerisch reifere Mannschaft sind. Dass man gegen einen mit höherklassigen Spielerinnen verstärkten Kader am Ende einbricht, ist kein Beinbruch, sondern dem dünnen Kader geschuldet. In zwei Wochen in Mildstedt wird die Mannschaft wieder alles geben, um die nächsten Punkte auf die Insel zu holen.




