Sylt News
Drama pur in Tarp: Westerländer Rumpftruppe schrammt an der Sensation vorbei

Was für ein Kampf, was für ein Herzblut! Die weite Reise zum Tabellenvierten HSG Tarp/Wanderup 2 sollte für die Männer des TSV Westerland eigentlich eine „Mission Impossible“ werden. Mit einer extrem dünnen Personaldecke – gerade einmal neun Feldspieler standen zur Verfügung – reisten die Insulaner aufs Festland, um dem haushohen Favoriten die Stirn zu bieten. Doch was die Zuschauer in der Tarper Halle erlebten, war kein Klassenunterschied, sondern ein epischer Fight auf Augenhöhe.
Dass die Sylter im neuen Jahr 2026 eine ganz andere Energie auf die Platte bringen, zeigte sich von der ersten Minute an. Nach dem wichtigen Sieg in der Vorwoche startete das Team von der Insel mit einer unglaublichen Entschlossenheit. Zwischen der 5. und 16. Minute gelang das Unmögliche: Ein 6:0-Lauf schockte die Gastgeber und katapultierte Westerland in Führung. Überragender Akteur war dabei Ardian Canaj, der an diesem Tag nicht zu stoppen war. Mit insgesamt 11 Treffern – fast der Hälfte aller Westerländer Tore – trieb er seine Mannschaft immer wieder nach vorne.
Obwohl die HSG Tarp/Wanderup sich zur Pause mühsam eine 15:12-Führung erarbeitete, gaben die Sylter nie auf. In der zweiten Halbzeit mobilisierten die Jungs die letzten Kraftreserven der dünn besetzten Bank. Johannes Biallas (7 Tore) und Eike Sjard Knudsen zeigten in der Defensive und Offensive eine enorme Laufbereitschaft.
Die dramatische Schlussphase Die letzten Minuten waren nichts für schwache Nerven. Westerland kämpfte sich Tor um Tor heran. Als Johannes Biallas in der 56. Minute zum 24:24 ausglich, lag die Sensation in der Luft. Die Führung wechselte hin und her. Eike Sjard Knudsen erzielte in der 58. Minute den Ausgleich zum 25:25. Die mitgereisten Fans hielten den Atem an. Tarp nahm 25 Sekunden vor Schluss die Auszeit, um den letzten Spielzug zu planen. Mit dem Glück des Tüchtigen gelang Finn Martin Abegg lediglich 10 Sekunden vor der Sirene der Siegtreffer zum 26:25 für die Gastgeber. Eine letzte Verwarnung gegen die Westerländer Bank in der Schlusssekunde unterstrich die Emotionen dieses Spiels.
Auch wenn es am Ende nicht für einen Punkt gereicht hat: Dieser TSV Westerland hat bewiesen, dass er in der Kreisoberliga Nord jeden schlagen kann. Wer einen Aufstiegskandidaten mit nur zwei Auswechselspielern so an den Rand einer Niederlage bringt, wird in den kommenden Wochen noch viele Siege feiern. Nächste Woche in Alt Duvenstedt wird dieser Kampfgeist belohnt werden!
























































































































