Dreiste Raser an der Keitumer Kirche: Luxus-Limousinen mit bis zu 111 km/h geblitzt
Keitum/Sylt – Mit besorgniserregenden Ergebnissen endete eine Geschwindigkeitskontrolle, die der Kreis Nordfriesland in der vergangenen Woche in Keitum durchführte. An der Gurtstig, auf Höhe der historischen Kirche St. Severin, ging den Geschwindigkeitsprüfern eine erschreckend hohe Zahl an Rasern ins Netz. Die traurigen Spitzenreiter waren zwei Luxus-Limousinen, die mit mehr als dem Doppelten der erlaubten Geschwindigkeit gemessen wurden.
Gefährlicher Abschnitt an Kirche und Friedhof
Die Messstelle war bewusst an diesem sensiblen Abschnitt eingerichtet worden. Die Gurtstig ist hier auf 50 km/h begrenzt, doch der Bereich wird täglich von vielen, oft älteren Fußgängern frequentiert. Direkt gegenüber der Kirche befindet sich ein großer Parkplatz, den Friedhofsbesucher nutzen und anschließend die Straße überqueren müssen, um zu den Gräbern zu gelangen. Genau an diesem unübersichtlichen Punkt stellt überhöhte Geschwindigkeit eine massive Gefahr dar.
Hohe Strafen für rücksichtslose Fahrer
Im Laufe der mehrstündigen Kontrolle wurden zahlreiche Fahrzeuge geblitzt, die sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung hielten. Den Vogel schossen jedoch die Fahrer zweier hochmotorisierter Limousinen ab: Ein Fahrzeug wurde mit 90 km/h gemessen, ein weiteres raste sogar mit unglaublichen 111 km/h an der Kirche vorbei.
Auf die beiden Fahrer warten nun empfindliche Strafen. Dem Fahrer, der mit 90 km/h unterwegs war (40 km/h zu schnell), drohen ein Bußgeld von mindestens 260 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot. Der Raser mit 111 km/h (61 km/h zu schnell) muss mit einem Bußgeld ab 560 Euro, ebenfalls zwei Punkten und einem zweimonatigen Fahrverbot rechnen.
Die Aktion des Kreises Nordfriesland unterstreicht die Notwendigkeit von Kontrollen an solchen Gefahrenpunkten und ist eine klare Botschaft an alle Unbelehrbaren, die die Sicherheit von Fußgängern für wenige Sekunden Zeitersparnis aufs Spiel setzen.
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