Sylt News
Sylt Neujahrssturm 2025

Am Neujahrstag zeigte sich die Nordseeinsel Sylt von ihrer beeindruckendsten – und zugleich ungemütlichsten – Seite. Es war definitiv ein Tag, an dem man besser die dicke Jacke aus dem Schrank holte und sich auf das wilde Wetter einstellte.
Der Sturm aus Südwest fegte mit solcher Kraft über die Insel, dass selbst Autofahren zur Herausforderung wurde. Die Fahrt in den Inselsüden glich einem Zickzack-Kurs, und wer es wagte, die Strandaufgänge zu erklimmen, wurde vom Wind fast wieder zurückgeweht.
In Hörnum an der Odde schlugen trotz Ebbe hohe Wellen ans Ufer, und der Wasserstand war beängstigend hoch. Dazu kam ein unaufhörlicher Dauerregen, der einen in kürzester Zeit komplett durchnässte – da sah man schnell aus wie ein begossener Pudel. Nur wenige Menschen trauten sich hinaus, um einen kurzen Blick auf die tobende Nordsee zu werfen, bevor sie sich eilig wieder ins Trockene retteten.
Auch die Technik hatte mit den Naturgewalten zu kämpfen: Der Wind drückte so stark auf den Einschaltknopf der Kamera, dass diese sich ständig an- und ausschaltete. Doch genau diese raue Wildheit macht Sylt aus – das Wetter ist unberechenbar und faszinierend zugleich.
In Westerland war die Friedrichstraße belebt, und auch auf der Kurpromenade trotzten einige Gäste dem Sturm. Die Cafés und Buden blieben jedoch geschlossen, und bis auf ein paar umgestürzte Mülltonnen hielt sich der Schaden in Grenzen. Die Natur der Insel scheint an solche Stürme gewöhnt – sie ist glattgeschliffen und windschnittig.
In Wenningstedt widerstand das Strandhafer dem Sturm, während der Wind einige Weihnachtsbäume über den Strand fegte. Glücklicherweise blieb eine Sturmflut aus, da der Starkwind nicht lange genug anhielt. Doch mit 60 Knoten Windgeschwindigkeit aufs Meer zu blicken, bleibt ein beeindruckendes Erlebnis.






















































































































