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5.110.274,60 Euro für die Norddörferschule – auf den Cent genau

5.110.274,60 Euro für die Norddörferschule – auf den Cent genau
5.110.274,60 Euro für die Norddörferschule – auf den Cent genau
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Die Norddörferschule in Wenningstedt bekommt Geld. Viel Geld. Die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) hat dem Schulverband Norddörfer bis zu 5.110.274,60 Euro bewilligt. Die 60 Cent am Ende stehen tatsächlich so im Bescheid, Förderbürokratie rechnet eben gründlich. Das Geld kommt aus dem Investitionsprogramm Ganztagsausbau, kurz Ganztagsprogramm II, das Bund und Land gemeinsam finanzieren. Hintergrund ist der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder, der ab dem Schuljahr 2026/27 mit den Erstklässlern startet und bis 2029/30 Jahrgang für Jahrgang auf alle vier Klassenstufen wächst. Wer betreuen muss, braucht Platz.

Erst die Heizung, dann die Pädagogik

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Angefangen hat alles mit einer ziemlich unromantischen Frage: Wie bekommt man das Gebäude energetisch auf Stand? Beim Nachdenken darüber stellte die Schule fest, dass neue Fenster und Dämmung allein nicht reichen. In der sogenannten Leistungsphase Null, die trotz ihres Namens mit Arbeit verbunden war, hat das Kollegium ein pädagogisches Konzept entwickelt. Daraus wird jetzt ein Raumprogramm, also die Antwort auf die Frage, welche Räume eine Schule braucht, die mehr als Unterricht bis zur sechsten Stunde bietet. Dieses Raumprogramm ist die Basis für alles Weitere.

Geplant sind ein Umbau des bestehenden Gebäudes und ein Erweiterungsneubau für Schule und Offene Ganztagsschule (OGS).

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Kurz vor Silvester eingetütet

Dass es überhaupt klappte, hat mit einer Fristverlängerung zu tun. Die IB.SH verschob den Antragsschluss auf den 31. Dezember 2025. Der Schulverband beauftragte daraufhin im November 2025 das Kommunale Liegenschafts-Management (KLM), den Antrag zu stellen. Zwischen Laternelaufen und Weihnachtsmarkt wurde also ein Millionenantrag geschrieben. Der Bescheid kam knapp ein Jahr später an, ausgerechnet in den Herbstferien im Oktober 2026, als im Schulgebäude vermutlich nur der Hausmeister den Briefkasten geleert hat.

Drei Gemeinden, ein Schulverband

Die Norddörferschule ist die gemeinsame Grundschule von List, Kampen und Wenningstedt-Braderup. Entsprechend breit verteilt sich der Dank. Schulverbandsvorsteher Kai Müller, zugleich Bürgermeister von Wenningstedt-Braderup, lobt das Konzept des Kollegiums als Grundlage für die weitere Entwicklung und dem KLM dafür, die Zusage geholt zu haben. Alle Beteiligten würden „gemeinsam an einem Strang“ ziehen, damit die Kinder gute Bedingungen bekommen.

Schulleiterin Bianca Rehage erinnert daran, dass der Anstoß von außen kam. Die Aufforderung zur energetischen Sanierung habe gezeigt, dass sich die Schule auch räumlich weiterentwickeln müsse. Jetzt gehe es darum, die pädagogischen Ideen in echte Räume zu übersetzen, und zwar während der Unterricht weiterläuft. Wer schon einmal mit Kindern im Haus renoviert hat, ahnt, was da auf alle zukommt.

Sonja Beckmann-Visser vom KLM gibt den Ball zurück: Ohne die Initiative von Rehage und Müller wäre die Förderung nicht zustande gekommen. Der Zuschuss decke einen wichtigen Teil der Gesamtkosten. Mit der Zusage beginnt nun die offizielle Planungsphase für Umbau und Neubau, die das KLM zügig angehen will.

Wie hoch die Gesamtkosten am Ende ausfallen und wann die ersten Bagger rollen, steht noch nicht fest. Sicher ist: Die drei Norddörfer müssen die Erneuerung ihrer Schule nicht allein aus den eigenen Gemeindekassen stemmen.

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