20 Jahre Sylt Foundation – Das Kind ist erwachsen geworden
20 Jahre Sylt Foundation – ein tolles Jubiläum. Oder wie der Rockstar der Literaturszene Arthur Becker es vor seiner Lesung beschrieb: „Das Kind ist erwachsen geworden.“
Die Sylt Foundation feierte ihr 20-jähriges Bestehen an diesem Wochenende in der Sylt Quelle in Rantum mit Lesungen, Musik und Workshops. Es wurde gemeinsam diskutiert, gelacht und gegessen. Eine inspirierende und großartige Atmosphäre. Die von Indra Wussow gegründete Stiftung entwickelte sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einer bedeutenden Plattform für internationale Künstler.
20 Jahre Sylt Foundation – Pendeln zwischen Johannesburg und Sylt
Seit ihrer Gründung förderte die Stiftung Künstler aus der ganzen Welt, mit besonderem Fokus auf Menschen aus Krisenregionen. Durch Residenzprogramme auf Sylt und in Johannesburg bot sie mehr als 300 Künstlern aus 52 Ländern eine kreative Heimat.
Obwohl dem Namen nach auf der Insel beheimatet, findet sich bis auf Jörn Ingwersen kaum ein Insulaner in der Reihe der Stipendiaten. Dabei sehen uns ja die meisten Medien in Deutschland bereits als Krisengebiet.
In den letzten Jahrzehnten wurden immer wieder Künstler eingeladen, sich in ihrer Ausdrucksweise mit der Insel zu befassen und taten dies auf eindrucksvolle Art und Weise.
Am ersten Abend folgte eine Laudatio nach der anderen. Viele Menschen bedankten sich bei Indra Wussow für die geleistete Arbeit, sei es per Videobotschaft oder mit Reden. Es waren die kleinen Anekdoten, die Frank Zahel, der Kreistagspräsident von Nordfriesland, sowie Silke Behl preisgaben, die dem Abend eine ganz eigene Note verliehen. In den Pausen spielte Jörn Ingwersen mit seiner Slinkin‘ Old Hippie Blues Band auf.
20 Jahre Sylt Foundation – 20 Lesungen
Am Samstagabend traten dann nacheinander zwanzig Autoren vor das Mikrofon und lasen aus ihren Werken vor. Einige schwermütig, andere humorvoll, jeder von ihnen spannungsgeladen. Da sie immer nur sechs Minuten Zeit hatten, war es wie ein leckeres Essen, das jäh unterbrochen wurde. Und es machte Lust auf mehr. Die 200 Gäste, die alle Sitzplätze ausfüllten, schienen an den Lippen der Autoren zu hängen. Sie blieben fast fünf Stunden und lauschten den Bruchstücken interessanter Werke, um in den Pausen mit den Autoren zu sprechen und sich auszutauschen.
Wir werden in den nächsten Tagen alle Lesungen in einer abendfüllenden Zusammenfassung auf unserem Kabel-TV-Sender bereitstellen. Außerdem gibt es die Sendung dann noch auf unserem YouTube-Kanal auf Abruf zu sehen.
Die Organisation von Ausstellungen, Lesungen und Konzerten gehörte zu den Hauptaktivitäten der Stiftung, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Förderung junger afrikanischer Künstler lag. Die wichtige Arbeit der Stiftung wurde durch Spenden und ehrenamtliches Engagement ermöglicht.
Zum Jubiläum präsentierte die Stiftung eine Ausstellung mit Werken der geförderten Künstler und unterstrich damit ihre Rolle als wichtige Institution für den interkulturellen Austausch und die Unterstützung von Künstlern in schwierigen Situationen.
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