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Letzter Zug verlässt Sylt heute um 22:20 Uhr – Reguläre nächtliche Betriebspause auf der Marschbahnstrecke

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Westerland/Sylt, 22. September 2025 – Reisende und Pendler, die die Insel Sylt heute Abend noch in Richtung Festland verlassen müssen, sollten beachten, dass der letzte Personenzug des Tages den Bahnhof Westerland fahrplanmäßig um 22:20 Uhr verlassen wird. Danach wird der Zugverkehr über den Hindenburgdamm für die Nacht eingestellt.

Bei der letzten Verbindung handelt es sich um den Regional-Express RE 11035 der DB Regio, der fahrplanmäßig um 22:20 Uhr in Westerland (Sylt) abfährt und als Zielbahnhof Hamburg-Altona hat. Ankunft dort ist um 01:21 Uhr. Für alle, die die Insel später verlassen möchten, besteht für die restliche Nacht keine weitere Zugverbindung zum Festland.

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Diese nächtliche Unterbrechung des Bahnverkehrs ist Teil des regulären Fahrplans und dient unter anderem der Durchführung von Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an der hochfrequentierten, eingleisigen Marschbahnstrecke.

Der Zugverkehr vom Festland auf die Insel endet ebenfalls am späten Abend.

Erste Verbindung am Dienstagmorgen

Der Betrieb wird am morgigen Dienstagmorgen, den 23. September 2025, wieder aufgenommen. Der erste Zug, der die Insel verlässt, ist der RE 11003, der um 05:30 Uhr von Westerland (Sylt) in Richtung Hamburg-Altona startet.

Reisende werden gebeten, diese Zeiten bei ihrer Planung zu berücksichtigen und sich vor Abfahrt über eventuelle kurzfristige Änderungen auf den üblichen Informationskanälen der Deutschen Bahn zu informieren.

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Zusammenfassend lassen sich die Probleme in drei Hauptbereiche gliedern:

1. Veraltete und überlastete Infrastruktur

Das größte Grundproblem ist die Strecke selbst. Die Marschbahn ist über weite Teile nur eingleisig, was sie extrem anfällig macht. Kommt es bei einem Zug zu einer kleinen Verspätung, warten Gegenzüge, und es entsteht ein Dominoeffekt, der den gesamten Fahrplan durcheinanderbringt. Aktuell kommt hinzu, dass der dringend notwendige zweigleisige Ausbau zwischen Niebüll und Westerland auf das Jahr 2045 verschoben wurde, was für große Enttäuschung in der Region sorgt. Defekte an alten Stellwerken und Gleisschäden führen ebenfalls immer wieder zu Langsamfahrstellen und Ausfällen.

2. Störanfällige Fahrzeuge

Ein seit Jahren berüchtigtes Problem sind die Kupplungen der Waggons. Diese müssen in Niebüll geteilt werden, um einen Zugteil nach Dagebüll (für die Fähren nach Föhr und Amrum) zu schicken. Diese Technik ist sehr störanfällig und führt oft zu Zugausfällen oder verkürzten Zügen, was gerade in der Hauptsaison zu massiver Überfüllung führt. Auch generelle technische Störungen an den Lokomotiven der Baureihe 218 sind keine Seltenheit.

3. Bauarbeiten und Personalmangel

Wie auch in anderen Teilen des Landes führen Bauarbeiten und Personalmangel immer wieder zu akuten Problemen. Auch in der letzten Septemberwoche kommt es wegen Bauarbeiten zu zahlreichen Fahrplanänderungen und Zugausfällen auf der Linie RE6, die die Marschbahn bedient. Fahrten fallen insbesondere zwischen dem 22. September und 3. Oktober häufiger aus oder verkehren mit geänderten Fahrplänen.

Die Kombination dieser Faktoren führt zu einer Unzuverlässigkeit, die für eine so wichtige Verkehrsader, die die Inseln mit dem Festland verbindet, kaum tragbar ist.

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